Studie zur Revision des Revierkonzeptes 2021 der LEAG

Inanspruchnahme des Sonderfeldes Mühlrose ist energiewirtschaftlich nicht notwendig | DIW Politikberatung Kompakt 172

2021

Im Zuge des Kohleausstiegsgesetz nahm die LEAG in 2021 Tagebauanpassungen mit dem Revierkonzept von 2021 für das Braunkohlerevier in der Lausitz vor. Die vorliegende Studie untersucht diese Anpassungen und zeigt auf wo die zugrunde liegenden Annahmen der LEAG veraltet sind bzw. die Rolle der Braunkohlekraftwerke in der Zukunft überschätzt wird, da zentrale energiewirtschaftliche Entwicklungen, wie die Erhöhung des CO2-Preises sowie die Nachschärfungen im Klimaschutzgesetz nicht berücksichtigt werden. Die Studie entwirft daher zwei Szenarien mit unterschiedlicher mittelfristiger Auslastung der Kohlekraftwerke in der Lausitz mit daraus ableitbaren Kohlebedarfsmengen in den Tagebauen. Die beiden Szenarien orientieren sich an den Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber im Netzentwicklungsplan 2021 (NEP 2021), genauer gesagt an dem Szenario mit der höchsten Braunkohlenutzung (“Szeanrio A 2035” im NEP 2021). Dabei stecken die beiden Szenarien in der vorliegenden Studie eine maximale Obergrenze des Braunkohlebedarfs in der Lausitz ab.

Es ist eindeutig, dass die Tagebaue erheblich verkleinert werden müssen und insbesondere das Sonderfeld Mühlrose, auf dem 200 Bewohner:innen leben, nicht in Anspruch genommen wird.

Insitute

  • CoalExit, Europa Universität Flensburg (EUF)

  • TU Berlin, Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP)

  • DIW Berlin, Energie, Verkehr Umwelt (EVU)

Employer

Bündnis 90/DieGrünen Sachsen